Wenn wir eine IT-Umgebung neu übernehmen, finden wir fast immer irgendeine Form von Datensicherung: eine externe Festplatte am Server, ein Backup auf ein NAS oder einen Cloud-Dienst, der vor Jahren eingerichtet wurde. Die entscheidende Frage ist deshalb selten, ob gesichert wird. Wichtiger ist: Wurde schon einmal geprüft, ob sich die Daten tatsächlich wiederherstellen lassen?
Denn ein eingerichtetes Backup ist noch keine Garantie für eine funktionierende Wiederherstellung. Im Alltag können unbemerkte Fehler entstehen: Sicherungsjobs laufen nicht mehr sauber durch, Speicherplatz wird knapp oder wichtige Daten und Anwendungen sind gar nicht vollständig erfasst.
Hinzu kommt, dass moderne Ransomware-Angriffe gezielt versuchen, erreichbare Sicherungen ebenfalls zu löschen oder zu verschlüsseln. Deshalb reicht es nicht, lediglich eine weitere Kopie der Daten vorzuhalten. Mindestens eine Sicherung sollte vom laufenden System getrennt und gegen nachträgliche Veränderung geschützt sein.
Für uns gehört deshalb zur Datensicherung nicht nur das Erstellen von Backups, sondern auch deren Überwachung und die regelmäßige Prüfung, ob sich Daten daraus tatsächlich wiederherstellen lassen.